Immer mehr Kopffüßer in der Nordsee

Tintenfische sind vor allem im mediterranen Raum bekannt. Die Meeresbewohner mit ihren acht oder zehn Armen bevorzugen wärmeres Gewässer, können aber durchaus auch in kälteren Gewässern leben. Allerdings werden die Tintenfische in wärmeren Gewässern um Einiges größer und wachsen schneller. In den letzten Jahren wurde ein starker Zuwachs an Tintenfischen in der Nordsee beobachtet. Insgesamt soll es mittlerweile schon an die zehn verschiedene Arten geben und in der Größe können sie bis zu einen Meter erreichen. Wahrscheinlich hat der steigende Bestand auch mit der Klimaerwärmung zu tun, denn wenn die Tiere schnell wachsen, können ihre natürlichen Feinde, Raubfische wie der Kabeljau oder der Seehecht, sie nicht mehr fressen. Die Kopffüßer selbst fressen alles an Fisch und Meereslebewesen, was ihnen vor den Mund schwimmt, solange es die passende Größe hat.

Vor 2 Tagen hat ein Passant am Weststrand von Norderney ein angespültes Tier gefunden. Dieses war schätzungsweise 30 – 40 cm groß. Auch in der Fischerei ist der Trend zu beobachten, denn auch hier gehen vermehrt die Kalmare, Kraken und Sepien in die Netze.

Es ist für die Zukunft daher durchaus möglich, dass auch im Bereich der Nordsee bald „Tintenfisch“ auf der Karte in den Restaurants steht. Die Tiere sind übrigens sehr nahrhaft und bestehen komplett aus Eiweiß.