Nordstrand: Mann beging höchstwahrscheinlich Suizid

Am vergangenen Sonntagabend war gegen 22:30 Uhr eine Spaziergängerin am Nordstrand unterwegs. Während des Gehens musste diese eine merkwürdige Begebenheit mit ansehen. Sie sah einen völlig bekleideten Mann ins Wasser gehen, der auf ihre mehrmalige Ansprache nicht reagierte. Die Passantin machte sich selbstverständlich große Sorgen und verständigte die Polizei. Diese rücke mit der Feuerwehr, der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger, dem Rettungsdienst Promedica und der DLRG aus, um nach der gesehenen Person zu suchen. Während der folgenden Stunde der Suchaktion zog ein Gewitter auf  und ging mit vielen Blitzen und Starkregen einher. Unter diesen Bedingungen musste die Suche nach dem Mann abgebrochen werden. Dies war gegen 0:00 Uhr der Fall. Während der folgenden Minuten sank die Chance erheblich, den Mann noch lebend bergen zu können. Wie beschrieben wurde, könne ein Mensch bei den aktuellen Wassertemperaturen nur um die 75 Minuten im Wasser überleben.

Am gestrigen Montag dann wurde gegen 9:15 Uhr ein Funkspruch von einem Segelboot gesendet, das Richtung Norderney einlief. Wie durchgegeben wurde, hatten die Segler einen leblosen Körper im Schluchtenfahrwasser gefunden. Daraufhin machte sich Seenotrettungskreuzer „Eugen“ auf den Weg zum Fundort, barg den leblosen Mann und übergab ihn an die Polizei, sowie an den Bestatter.

Wie ermittelt werden konnte, handelte es sich bei dem Toten um einen 53-jährigen Mann aus Helmstedt.