Großes Müllaufkommen an den Küsten

Anfang des Jahres gab eine Havarie des Frachters MSC Zoe vor der Niederländischen Küste, wobei rund 300 Container im Meer verloren gingen. Nun sind ein paar Monate vergangen und der Müll aus den Containern breitet sich immer weiter im Meer aus. Wieder und wieder ist zu beobachten, wie Kleidung, Decken, Spielzeug und andere Gegenstände, die nichts im Meer zu suchen haben, flächenweise auf der Wasseroberfläche herumtreiben. Doch das, was oberflächlich zu sehen ist, ist nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Mit dem Abfall, der nun auf dem Meeresgrund liegt, wird man in den kommenden Jahren noch viel zu tun haben. Die große Menge an synthetischen Stoffen und Gegenständen ist auch für die Tierwelt eine gefährliche Sache! 

Neben den negativen Auswirkungen auf die Umwelt, haben auch die Krabbenfischer momentan schlechte Karten. In ihren Fangnetzen finden sie aktuell vor Allem Müll! Laut Aussagen des Verbandes der Deutschen Kutter- und Küstenfischer, könne man vor der Insel Juist kaum noch richtig fischen. Mittlerweile betroffen sei das Gebiet ab den Niederlanden entlang der Inseln bis östlich von Baltrum. Alles deutet darauf hin, dass es sich bei diesem großen Müllaufkommen um die Ladung des Frachters MSC Zoe handelt. Dabei seien schon rund ein Drittel der Container von einem Bergungsunternehmen aus dem Wasser geholt worden. 

Wegen der anhaltenden Beeinträchtigungen für die Natur und der gefährlichen Situation für Fischer, die mit ihren Netzen auch an den Containern unter Wasser hängen bleiben können, zieht der Landesfischereiverband Weser-Ems in Betracht, bei der Reederei der MSC Zoe eine Schadensersatzklage einzureichen. 

https://www.spiegel.de/video/nordsee-warnmeldung-fuer-borkum-nach-havarie-der-msc-zoe-video-99023896.html