Alt Norderneyer Fischerhaus

 

Das Fischerhaus - Archivbild aus wärmeren Zeiten -

 

Teil II
Der Wandschrank auf dem Flur (er verkleinert um seine Größe den Schlafraum der Jungfischer) diente früher der Aufbewahrung von allerlei Haushaltsgeräten; heute ist er beleuchtet und beinhaltet wertvolle Schmuckstücke, Münzen, eine Muschel mit dem Vaterunser und einiges mehr.
Weiter geht’s ins Achterhuus (unschwer zu erkennen, dass es sich hierbei um das Hinterhaus [den Anbau]  handelt). Früher, wie schon erwähnt Schafstall, heute steht hier die alte Nebelkanone*.
Mit dem Jungteil, der Küche und Schlafkammer beenden wir unseren Rundgang. Ein offener Herd, ein einfacher Holztisch, an den Wänden Teller- und Löffelborde, eine alte Schultasche  aus Holz sowie ein Kinderstuhl stammen aus der Zeit  um 1834.
Früher wurden Schildbohnen an von der Decke hängenden Bändern getrocknet. Die Bohnen wurden dann mit ordentlich Fleisch und Wurst zu einem deftigen Eintopf gekocht.
In der Schlafkammer nimmt auch hier die Butze den größten Platz ein; ein Hingucker ist aber die aus Rohr geflochtene Kinderwiege. Auf dem Ehebett liegt ein Bettwärmer  aus der Zeit um 1700 (einen Ofen gab’s ja in diesen Räumen nicht) und die Damenbadehosen gehören in die Zeit 1880 bis 1890.
Das war’s, wir sind durch. Natürlich habe ich hier nicht alles aufgezeigt, viele bemerkenswerte Kleinigkeiten und Besonderheiten sollten vor Ort entdeckt werden.
B.E.

*Mit der  Nebelkanone wurde, wie der Name schon aussagt, bei Nebel für die Norderneyer Fischerschaluppen stündlich Signal zur Orientierung geschossen.