Tideunabhängiger Verkehr der Frisia gefährdet

In zurückliegender Zeit passierte es immer öfter, …der Fährverkehr konnte nur noch eingeschränkt statt finden. Grund hierfür ist das Niedrigwasser. Aktuell treten bereits bei normalem Niedrigwasser Probleme auf und die Fähren bleiben häufig in den Wasserstraßen stecken. Ganz zum Ärger der täglichen Berufspendler und Tagesgäste, die die Insel besuchen wollen oder wieder auf das Festland zurück möchten. Nicht selten passiert es, dass eine Fahrt der Frisia komplett ausfällt, so wie in den vergangenen Tagen in den Morgenstunden der Fall. Laut der Kapitäne der Frisia verschlechtert sich das Fahrwasser zusehends fast täglich.

Es wird also dringend Zeit für eine Veränderung und die Ausbaggerung oder Spülung der Fahrrinne ist unumgänglich, um regelmäßige Fährzeiten gewährleisten zu können. Rolf Harms von der Reederei AG Norden-Frisia erklärte, dass eine solche Maßnahme im Kostenbereich zwischen 500 000 und 1,5 Millionen Euro liege. Seit längerem, das heißt bereits seit ca. drei Jahren, wird bei der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes darauf hingewiesen, dass der Zustand des Busetiefs sich immer weiter verschlechtere, doch passiert ist bis heute nichts. Da der Bund jährlich 150 000 Euro zur Verfügung stellen muss und seit dem Jahr 2008/2009 keine größere Maßnahme mehr vorgenommen wurde, dürfte der Zuschuss oder die Übernahme durch den Bund normalerweise diesmal wesentlich höher ausfallen. Die Kostenübernahme ist allerdings längst noch nicht geklärt.

Die erste Maßnahme ist für das kommende Frühjahr geplant. Die Behörde möchte derzeit Messungen durchführen, um sich ein Bild von der Lage zu machen. In dieser Woche wollen alle Beteiligten sich noch einmal zusammen setzen, um eine zügige Lösung auszuarbeiten.

Falls der Zustand der Fahrrinnen so bleibt, wie er ist, ist ein tideunabhängiger Fährverkehr zwischen Norderney und Norddeich ernsthaft gefährdet, ähnlich wie der Fährzustand zwischen Norddeich und Juist.