Wasserinjektionsverfahren bei Fahrrinnen

Seit einiger Zeit hatten die Fähren der Reederei AG Norden-Frisia bekanntlich mit sehr schlechten Fahrbedingungen zu kämpfen. Durch die vergangenen Sturmfluten waren die Fahrrinnen an einigen Stellen sehr versandet. Dadurch kam es häufig zu Verspätungen, da die Schiffe bei Niedrigwasser oft an besagten Stellen stecken blieben. Bei sehr kritischen Wetterbedingungen, wie etwa Niedrigwasser in Verbindung mit Ostwind, sind die Fähren oftmals ganz ausgefallen, sodass jetzt in den Wintermonaten vor allem die Berufspendler Probleme hatten, zu Ihrer Arbeitsstelle nach Norderney zu gelangen.

Seit etwa zwei Wochen wird nun aber gebaggert, um den tideunabhängigen Schiffsverkehr nach Norderney wieder herzustellen. Höchste Zeit! Ein Ende der Arbeiten ist zum Ende dieser Woche vorgesehen, aber ganz fertig ist man wohl noch nicht. Momentan wird noch ein knapp 300 Meter langes Stück vor Norderney vertieft. Mit der Methode des Wasserinjektionsverfahrens wird der in der Fahrrinne abgelagerte Sand aufgewirblt und soll dann von der Gezeitenströmung weggetragen werden. Die Methode ist wesentlich effektiver und kostengünstiger als der Einsatz eines sogenannten Hopperbaggers, der den Sand an den kritischen Stellen absaugt, um ihn an einer anderen Stelle abzulagern.

Die Kosten für diese Maßnahme ist zum größten Teil vom Wasser- und Schifffahrtamt (WSA) zu tragen. Jährlich wird vom WSA ein Budget von 150.000€ für etwaige Maßnahmen einkalkuliert. Ob man mit diesem Betrag allerdings auskommt, ist noch nicht ganz klar. Es ist durchaus möglich, dass die Frisia oder Norderney einen Teil der entstehenden Kosten beisteuern müssen.