Seehunde: Sichtungen auf Rekord-Niveau

In diesem Sommer wurden Tausende Seehunde im UNESCO Weltnaturerbe Wattenmeer gesichtet. Laut aktuellen Zählungen liegt das Vorkommen der Seehunde bei über 10.000 Tieren. Während Flügen über das Gebiet konnte ebenfalls festgestellt werden, dass sich die Meeresbewohner pudelwohl in ihrem Umfeld fühlen, denn sie wirken lebendig und vital.

Vorkommen gibt Aufschluss über Umfeld

Das Vorkommen der Seehunde und die Anzahl der gesunden Tiere gibt Aufschluss über die Sauberkeit des Wassers und über den Fischbestand.

Verendete Seehunde, die angespült werden oder sichtbar erkrankt sind, werden im Lebensmittel- und Veterinärinstitut Oldenburg (LVI) untersucht und auf mögliche Viren getestet.

Schlechter Ernährungszustand bei Jungtieren

Bei rund 20 Jungtieren wurde ein schlechter gesundheitlicher Zustand festgestellt. Dieser ist auf eine schlechte Ernährungsgrundlage zurückzuführen. Die kleinen Seehunde wurden in den meisten Fällen von dem Muttertier getrennt, was zur Folge hat, dass dieses ihre Jungen nicht mehr mit Nahrung versorgen konnte.

In den meisten Fällen sind äußere Störungen für die Trennung von Mutter und Jungtier verantwort. Häufig werden diese durch den Menschen ausgelöst und die Tiere flüchten und lassen Ihre Jungen zurück.

Bei Sichtung eines Seehundes sollten Sie daher mindestens 500 Meter auf Abstand bleiben. Das schützt die Tiere und ihr empfindliches Umfeld.

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