Feiertagsgerechtigkeit

 
 
 

Klaas Störtebecker

Irgendwie sind wir doch hier im Norden der Republik benachteiligt – jedenfalls in Bezug auf die Anzahl der Feiertage!
Nirgendwo gib es wohl so viele, wie in Bayern. Und da hat man besonderes „Arbeitnehmerglück“, wenn man in einer überwiegend katholischen Gegend wohnt. Das geht doch schon im Januar los mit dem „Heilige drei Könige“-Tag. Von Ostern, Pfingsten und Weihnachten sprechen wir ja gar nicht, aber wie ist’ denn z.B. mit dem 15. August oder 1. November?!

Also ich plädiere für ausgleichende Gerechtigkeit; da fallen mir auch durchaus Ereignisse ein, deren wir mit einem Feiertag gedenken könnten: wie wärs mit einem „Janßen-Tag“? – schließlich hat der Norderneyer Gerrelt Janßen am 10. August 1861 den Kronprinzen Ernst August vor dem Ertrinken gerettet (ich weiß, wir haben schon ein Denkmal, aber…) oder wir „feiern“ den Bau bzw. die Inbetriebnahme des  Leuchtturms (1. Oktober 1874) oder wir richten uns einen „Störtebecker-Tag“ ein (vermutlich am 20. Oktober 1401 verstoben), oder, oder…

Und da hier auf der Insel irgendwie alles anders ist, warum sollten wir uns da nicht einen Tag einrichten?
B.E.