Das Watt lebt!

Wattwanderer

Die ersten Lebenszeichen auf dem weg ins Watt lassen sich mit den Füßen ertasten: glitschig überziehen bräunliche Mikroalgen den Wattboden. Das sind einzellige Pflanzen, die sich von Mineralstoffen ernähren und dabei kleine Sauerstoffbläschen im Wasser bilden.
bei Überflutung können sie sich unter die Wattoberfläche zurück ziehen und dort praktisch „überleben“. Ohne diese Algen gäbe es das Schlickwatt nicht, denn sie sind in der Lage, die Sedimente mit ihrem Schleim zu verkitten.

Und wer hat nicht schon die kleinen „Ringelhäufchen“ gesehen?!  Hier hat sich der Pierwurm in den Sand gegraben und das, was wir sehen, sind seine Ausscheidungen.
Im ruhigen Wasser des Mischwatts fühlen sich Platt- oder Tellermuschel sowie die etwa 10 cm langen Sandklaffmuscheln „muschel“wohl, sie graben sich in den Sand ein und ernähren sich von den Algen. Sie saugen diese mittels eines langen saugrohres von der Oberfläche ab, diese Art der Nahrungsaufnahme nennt man Pipettieren.

Dies und vieles mehr kann man bei einer geführten Wattwanderung erfahren.
NIEMALS sollte man ALLEIN das Watt erkunden!  Wattführer mit jahrelanger Erfahrung und Kenntnis des Norderneyer Watts machen hier durchaus Sinn; denn nur sie kennen die Gefahren, die ein Watt bergen kann.
In die Gummistiefel und marsch.
B.E.

Die Hinterlassenschaft des Pierwurms