Alt Norderneyer Fischerhaus

...er friert nicht!

 

Teil I

Heute will ich Sie mal zu einem kleinen Rundgang ins kleine aber feine Fischerhaus-Museum einladen.
Wir betreten einen langen Flur, der in einem kleinen Anbau endet. Hier finden wir den Schafstall sowie das Plumps-Klo vor. Ja, die Insulaner hatten bereits um 1700 ihre Toiletten im Hause.

In den ersten beiden Räumen rechter Hand wohnten und schliefen “die Alten“. Ein besonderer Blickfang ist hier eine wunderschöne, mit reichlicher Schnitzarbeit versehene Anrichte aus Eichenholz. Richtig gemütlich wurde es hier durch die aus Binsen geflochtenen  Stühle sowie einem Kapitänsstuhl aus dem Jahre 1828.
Vom Wohnraum aus geht es ins winzige Schlafkämmerlein, welches fast völlig von der Butze (eingebautes Wandbett) ausgefüllt wird.

Zurück in den Flur und gleich gegenüber betreten wir das größte Zimmer des Fischerhauses: das Wohnzimmer –  hier spielte sich das gemeinsame Familienleben ab. Ausgestattet mit Möbeln der damaligen Zeit, fühlen wir uns zurückversetzt in die Jahre um 1850. Hier fällt natürlich der große, offene Kamin sofort ins Auge. Handgemalte Delfter Fliesen bezeugen heute noch, dass es sich um recht wohlhabende Bewohner gehandelt hat. Davon zeugen auch wertvolle Haushaltsgegenstände aus Zinn und Porzellan.
Von der großen Stube geht es direkt in die Fischereiwerkstatt, hier wurden im Winter neue Netze gefertigt sowie alte geflickt. Hier werden, bzw. wurden schon damals alle Gerätschaften für die Fischerei aufbewahrt. Hier sind auch eine Vielzahl von Muscheln, die in einem großen Schaukasten untergebracht sind, zu bewundern.

So, nun werden wir verschnaufen, vielleicht bei einer Tasse heißen Tee, und morgen geht es dann weiter.
B.E.