Das riecht nach Betrug

Am letzten Donnerstag wurde im Amtsgericht Norden ein Fall verhandelt, in dem ein Mann für seine Lebensgefährtin, ihre Tochter und sich bei einem Norderneyer Reisebüro eine Luxusreise nach Fuerteventura gebucht haben soll. Soweit ja noch kein Verbrechen, nur der Mann hatte anscheinend gar nicht die Absicht die Reise zu bezahlen. Vielmehr spekulierte er darauf, dass der Norderneyer Reiseverkehrskaufmann auf seine Masche reinfallen würde, um ihm die Tickets für die Reise ohne vorherige Zahlung herauszugeben.

Glücklicherweise war dieser aber nicht so blauäugig und hat sich auf diese Forderung eingelassen. Zu seinem Glück, wie sich herausstellen sollte.

Nachdem die besagte Person die Reise nicht angetreten war und auch kein Zahlungeingang verbucht werden konnte, recherchierte das Reisebüro selbst und das ganze wurde vom Angeklagten als „Spassbuchung“ abgehandelt. Aber auch bei solchen „Spassbuchungen“ müssen Stornogebühren bezahlt werden, in diesem Fall 400,-€, welche der Angeklagte natürlich nicht zahlte. Daraufhin ging der Weg weiter über ein Inkassobüro bis hin zur Strafanzeige und schließlich vor Gericht.

Der Angeklagte war bereits mehrfach vorbestraft wegen Betrugsdelikten. Ebenso hatte er im Jahr 2011 Privatinsolvenz angemeldet, daher konnte er eigentlich sowieso kein Geld für solch eine Reise haben.

„Das riecht schon nach Betrug und offensichtlich sind Sie in dieser Hinsicht unbelehrbar“, stellte Richter Frank Meyer fest.

Am Ende wurde der Mann zu einer Freiheitsstrafe von sieben Monaten ohne Bewährung verurteilt, unter anderem wegen der bestehenden acht Strafeinträge, die schon vorhanden waren.