Nordwind treibt Quallen an die Strände

Endlich Sommerzeit! Viele Gäste und Einheimische auf Norderney erwarten diese Jahreszeit mit großer Sehnsucht. Ausgiebige Spaziergänge an lauen Sommerabenden sollten nun an der Tagesordnung stehen. Außerdem heiß ersehnt ist das Bad in der kühlen See. Hier sollte man derzeit allerdings genau hinsehen, wo man baden oder spazieren geht. Barfußspaziergänge könnten nämlich aktuell unangenehme Folgen haben.

Durch den Nordwind, der schon seit mehreren Tagen weht, sind vermehrt Quallen an die Strände auf den Ostfriesischen Inseln und das Festland gespült worden. Es handelt sich hier um Gelbe Haarquallen, auch bekannt unter dem Namen Feuerquallen, und Blaue Nesselquallen. Da Quallen sich kaum selbst fortbewegen können, werden sie durch den Wind und die entstehende Strömung in großer Zahl an die Strände getrieben.

Der Kontakt mit den Tieren ist meist sehr unangenehm und wird begleitet durch Rötungen und Brennen, im schlimmsten Fall durch allergische Reaktionen, bei denen sofort ein Arzt aufgesucht werden sollte. Falls man Kontakt mit den Nesseltieren hatte, ob an Land oder im Wasser beim Baden in den Wellen, sollte man die betroffenen Stellen mit Rasierschaum oder Speiseessig behandeln. Man sollte versuchen, die Tentakeln und Fäden abzuschaben. Geeignet hierfür sind stumpfe Gegenstände, wie zum Beispiel Plastikkarten, alternativ kann auch Sand oder Salzwasser verwendet werden. Um zu verhindern, dass die Nesselkapseln platzen, darf auf keinen Fall Süßwasser oder Alkohol verwendet werden. Nach erfolgreicher Entfernung der Tentakeln kann man Brandsalbe oder eine antiallergische Creme auftragen.

Besser natürlich ist es, aufzupassen wo man hin tritt oder einfach während dieser Zeit nicht barfuß am Strandsaum zu laufen.