Berufliche Chancen für spanische Azubis

Seit vier Wochen nun sind die Spanier Ruben, Mauro und Valentin auf Norderney- …und es gefällt ihnen gut! Die lange Reise von fast 2000 Kilometern war es ihnen wert, der Arbeitslosigkeit in der Heimat Spanien zu entgehen. Die beruflichen Chancen, gerade für junge Leute sind hier ja leider nicht so gut. Mit etwa 50% Jugendarbeitslosigkeit ist es für viele junge Erwachsene die schon fast einzige Lösung, die Heimat zu verlassen und in einem fremden Land die berufliche Chance zu suchen.

Zu verdanken haben die drei Spanier ihre Reise Dr. Peter Reuter vom Vorstand der NG Die Norderney Genossenschaft eG und den Firmenchefs Bernd Visser (VEN Visser Elektrotechnik GmbH) und Sebastian Bartnik (Elektro Onkes GmbH), die sich stark für fähige und engagierte Auszubildende eingesetzt haben. „Man muss was tun, hier ist der Nachwuchs dünn gesät“, so Visser. Da die Betriebe auf Norderney nur ernsthaft interessierte Azubis einstellen, war es Voraussetzung für die Bewerber, vorab schon einmal eine Sprachschule in ihrem Heimatland auf eigene Kosten zu besuchen. Diese Bedingung haben alle erfüllt und durften somit das vierwöchige Praktikum in den Betrieben antreten. In dieser Zeit haben die drei ihre Ausbilder von ihrem Arbeitswillen überzeugen können und nach kurzer Zeit stand fest, dass sie bleiben dürfen und auch wollen. Ab dem 01. September werden Ruben Olmo, Valentin Debiu und Mauro Rabadan nun offiziell ihre Ausbildung zum Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik in den Betrieben Onkes und VEN beginnen.

Erste Kenntnisse im Deutschen Wortschatz sind bereits vorhanden und von Tag zu Tag klappt die Verständigung besser. Auch die Zusammenarbeit mit den Schulen auf dem Festland klappt gut. Da sich die Südländer aber noch in der Eingewöhnungsphase befinden, macht ihnen vor allem das „kühle“ Wetter zu schaffen und in der Nordsee baden is‘ erst ma‘ nicht. …Naja, für uns heißt das Sommer… tztztz…