Erschreckender Transport auf der Frisia

Am 03. Juni hat ein 44 Jahre alter Norderneyer ein Vergehen gegen das Waffenschutzgesetz begangen. Er hatte auf dem Festland ein Luftgewehr für seinen achtjährigen Sohn besorgt und dieses ohne Bedenken in blauen Müllsäcken sichtbar für alle Mitreisenden auf seinem Tisch vor sich transportiert. Ganz ohne sich Gedanken zu machen, welche Wirkung die Waffe auf andere Passagiere haben könnte, führte er das Gewehr in der Öffentlichkeit mit sich. Gerade in solchen Zeiten, wo in Hinsicht Waffen und Schießereien so viel passiert, sollte man doch nicht so unachtsam mit derartigen Gegenständen umgehen, wie wir finden.

Der Mann jedenfalls war sich der Sache nicht bewusst und war somit sehr überrascht, als er am Norderneyer Hafen von der Polizei in Empfang genommen wurde und seine erstandene Waffe beschlagnahmt wurde. Bei Gericht erklärte der Mann, dass er seinem Sohn im hiesigen Schützenverein das Schießen ermöglichen wollte und sich keine Gedanken über einen Waffenschein gemacht hatte, welchen er, wie sich herausstellte, für die Überführung gebraucht hätte. Das Gericht erklärte, dass es wohl erlaubt sei, ein Luftgewehr in der eigenen Wohnung ohne Waffenschein abzustellen, der Transport in der Öffentlichkeit jedoch ist untersagt.

Der Norderneyer wurde vom Amtsgericht Norden zu einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu jeweils 15 Euro verurteilt und nahm das Urteil achselzuckend entgegen.