Norderney bereitet sich auf Sturmflutsaison vor

Das Wetter wird ungemütlicher, Regen und stürmische Herbsttage stehen nun wieder an der Tagesordnung. Natürlich wird auch das Meer von den Launen des Wetters nicht verschont und so sind auch in diesem Jahr wieder Sturmfluten im ostfriesischen Küstenbereich zu erwarten. Bereits in der letzten Woche gab es einen kleinen Vorgeschmack mit Sturmböen, die das Wasser aufpeitschen ließen.

Um vor den kommenden Sturmfluten geschützt zu sein, prüft der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) jährlich im Rahmen einer Inselschau, wie die Lage im Bereich Deiche, Schutzdünen, Buhnen und Deckwerke aussieht. Nach Sichtung wurde festgestellt, dass sich Dünen, Deiche und Deckwerke in einem guten Zustand befinden. Vor allem die Strände am Westkopf sind nach der Strandaufspülung im Jahr 2012 in einem guten Zustand, da der Winter 2012 / 2013 sehr sturmflutarm war. Allerdings ist die Kommission sich einig, dass noch einige Spielgeräte, Treppen und Verkleidungen sicherheitshalber demontiert werden müssten, da sonst die Gefahr bestehe, dass die Gegenstände bei Sturmfluten von den Wellen gegen die Küstenschutzanlagen geschleudert werden.

Norderney wird durch Schutzdünen in Länge von 12,1 km und Hauptdeiche in Länge von 10 km vor Erosionen und Sturmfluten geschützt. Die Deichlinie besteht aus Westdeich, Hafendeich, Südstrandpolderdeich und Grohdedeich. Am Grohdedeich wurde der Binnenringgraben mit einer Ufersicherung von rund 800 Metern versehen, da die Böschung hier stark abgebrochen war. Außerdem wurde die Binnenberme in diesem Bereich neu profiliert.

Für die kommenden Herbststürme ist die Insel Norderney also gut gerüstet.