Gerade noch einmal gut gegangen!

Mitte letzter Woche ist es beinahe zu einem großen Unglück gekommen. Im Norderneyer Hafen an der Fährbrücke 2 gab es offenbar einige Schwierigkeiten. Nachdem die Frisia VI mit ihren Passagieren am Anleger festgemacht hatte, gingen diese wie gewohnt von Bord und auch die Autos verließen das Schiff wie immer über die Brücke. Ebenfalls mit dem PKW unterwegs waren an diesem Morgen Heike und Stefan Klus, die einen Lotto-Toto-Shop und die Postfiliale in der Friedrichstraße betreiben. Mit den aktuellen Ausgaben der Tageszeitung wollten sie gerade die Fähre in Richtung Norderney verlassen, als es einen heftigen Schlag gab und es ein Stück abwärts ging. Der Wagen hatte gerade mit allen vier Reifen auf der Brücke gestanden, als diese plötzlich vollkommen schief hing und das Heck des Autos dadurch auf die Fähre prallte. Glücklicherweise bewegte sich das Auto nicht weiter rückwärts, denn im gleichen Moment trieb das Schiff ein Stück zurück, sodass eine Lücke zwischen Brücke und Fähre entstand. Im schlimmsten Fall hätte der PKW samt Insassen auch im Hafenbecken landen können. Heike und Stefan Klus sind zum Glück mit dem Schrecken davon gekommen, für den Schaden am Auto wird die Versicherung der Frisia aufkommen. „Die Schutzengel waren schon wach“, so Stefan Klus. Auf den großen Schreck hin wollte er seine Frau dann abends zu einem schönen Essen einladen,.

Bis jetzt steht noch nicht fest, wie es zu dem Vorfall kommen konnte. Es ist aber klar, dass sich das Schiff hinten los gemacht hatte und somit vorne an der Brücke die Probleme auftraten. Es wird nun geprüft, ob es sich hier um menschliches oder technisches Versagen handelte. Aufgrund des Unfalls ist die Brücke 2 nun vorerst gesperrt. Da aber die Brücke 1 die „Hauptbrücke“ ist, werden keine Einschränkungen im Fährverkehr zu erwarten sein.