Immer noch erschwerte Bedingungen für die Frisia

Die AG Reederei Norden-Frisia hat es in letzter Zeit wirklich nicht leicht. Immer wieder kommt es zu Verspätungen im Fährverkehr oder gar zu ganzen Ausfällen von Überfahrten. Schuld daran ist vor allem die Situation der Fahrrinnen, die von den Schiffen genutzt werden, um auch bei Niedrigwasser planmäßig an den Häfen in Norddeich und Norderney anzukommen. Diese „Straßen“ sind bei den letzten Sturmfluten ganz schön in Mitleidenschaft gezogen worden, wie wir bereits berichteten. Daher ist es für die Schiffe teilsweise sehr schwierig, diese zu passieren, ohne „stecken“ zu bleiben.

Als wenn dies nicht schon genug Problem ist, kommen ja ab und an auch noch die Witterungsbedingungen hinzu, die die Überfahrt ebenfalls erschweren oder es hierdurch zu weiteren Komplettausfällen im Fährverkehr kommen kann. Dies war auch an einigen Tagen in der letzten Woche der Fall. Die ersten drei Fähren am Mittwoch und Donnerstag fielen hier komplett aus, die erste Fähre in Richtung Norderney fuhr erst um 10:30 Uhr. Der Verantwortliche für die Situation war der Ostwind, der bei Niedrigwasser das Wasser noch weiter raus drückt und daher die Schiffe eigentlich die Überfahrt gar nicht erst versuchen brauchen, …“Steckenbleiben“ garantiert!

Seit letztem Freitag hat sich die Lage aber weitestgehend normalisiert, nur die Fähre um 8:35 Uhr fiel aus. Aber das nächste Niedrigwasser kommt bestimmt und Situationen wie diese werden sicherlich noch häufiger auftreten, wenn die von der Frisia beantragte Ausbaggerung der Fahrrinnen nicht bald geschieht. Man braucht aber wohl noch etwas längeren Atem in dieser Sache, denn das zuständige Amt für Wasser und Schifffahrt befindet sich in einer genauen Prüfung für das Projekt und wird dann erst mal eine Ausschreibung für die geplanten Arbeiten veranlassen.