Sauftourismus: Nein danke!

Herbstzeit ist Clubzeit auf Norderney. In den Wochen kurz nach den Sommerferien ist es sehr beliebt, in kleineren oder größeren Gruppen die Insel zu besuchen. Meist findet die Anreise der Clubs mit den Zügen der Deutschen Bahn statt, da man sich hier ohne schlechtes Gewissen schon einmal voll und ganz dem Alkohol zuwenden kann. Nicht selten kommt es bereits hier vor, dass sich Mitreisende durch das laute Verhalten und Gegröle sehr gestört fühlen! Das Staatsbad Norderney hatte bereits Gespräche mit der Bahn bezüglich der sogenannten „Samba-Züge“, mit denen die „lustigen“ Clubs nach Norddeich Mole befördert werden. Allerdings wollte man bei der Bahn nicht auf dieses Thema eingehen.

Staatsbad-Chef Wilhelm Loth betonte, dass dieses gewisse Klientel auf der Insel unerwünscht sei und auf „Sauftourismus“ könne man gut und gerne verzichten. Man wolle stärker aus dem Club-Tourismus heraus, allerdings sei der Weg hierzu noch lang. Man könne die Entwicklung zu diesem Tourismus nur langsam abbauen.

Um neue Akzente auf der Insel zu setzen, sei das Staatsbad Norderney bereits mit der Betreiberin der Gaststätte „Oase“ in Verbindung getreten und habe zusammen mit einem Architekten mit der Planung von Umbau- und Sanierungsmaßnahmen begonnen. Ziel des Projektes sei es, die in die Jahre gekommene Gaststätte zu einem attraktiven Anlaufpunkt umzugestalten. Mit den geplanten Arbeiten werde man voraussichtlich im Herbst beginnen.