Tödlicher Absturz im Nebel

Am gestrigen Mittwoch ging beim Seenotkreuzer „Bernhard Gruben“ ein Seenotsignal ein. Gegen 11:25 Uhr lief das Schiff der Deutschen Gesellschaft Schiffbrüchiger von Norderney aus umgehend aus und machte sich auf die Suche nach einem vermissten Flugzeug. Der 63-Jährige Pilot war von Emden aus mit einer einmotorigen Cessna gestartet und hatte Kurs auf Norderney genommen. Die schlechten Wetterbedingungen mit dichtem Nebel und sehr kurzen Sichtweiten hatte der Pilot wohl in Kauf genommen- …mit fatalen Folgen! Der norderneyer Hobbyflieger ist beim Landeanflug auf den Flughafen Norderney aus bisher ungeklärten Gründen im Watt gelandet südlich des Flughafens. Der 63-Jährige Mann war bekannt als äußerst erfahrener Pilot. Leider konnte er aber nur noch tot aus dem Wrack geborgen werden.

Nachdem der Seenotkreuzer die verunglückte Cessna gepeilt hatte, stellte sich heraus, dass das Flugzeug in einen Priel gestürzt war, der von der „Bernhard Gruben“ durch ihren Tiefgang nicht ganz befahren werden konnte. Das Tochterboot des Kreuzers „Johann Fidi“durchkämmte unterdessen das umliegende Watt und wurde auf der Höhe des Leuchtturms fündig. Nur ein Paar Wrackteile ragten aus dem Wasser und das bei Sichtweiten von nur rund acht Metern, die durch den dichten Seenebel hervor gerufen wurden. Auch der Tonnenleger „Lütjeoog“ der Wasser- und Schifffahrtverwaltung befand sich in der Nähe der Unglücksstelle und konnte vor Ort helfen, das Wrack aus dem Wasser zu heben.

Das Flugzeugwrack wurde nach der Bergung nach Norderney gebracht und wird hier weiter durch das Luftfahrtbundesamt untersucht. Die weitere Vorgehensweise zur Feststellung der Todesursache wird von der Staatsanwaltschaft Aurich übernommen. Es soll eine Obduktion durchgeführt werden, um zu klären, ob der Absturz möglicherweise durch gesundheitliche Probleme entstand.