Baustopp hat begonnen

Langsam aber sicher wird es Zeit, dass die großen Kräne und Baumaschinen den Platz räumen. Jeder Gast und Anwohner sollte nun die Möglichkeit haben, die Vorzüge Norderneys ohne visuelle und akustische Belästigung zu genießen. Seit dem 15. Mai gilt daher das jährliche Bauverbot, welches bis zum 30. September andauern wird. Auch das An- und Abfahren von Baumaterial ist in dieser Zeit untersagt und die in letzter Zeit häufigen Straßensperren müssen aufgehoben werden.

Jürgen Vißer, Leiter des Bürgeramtes, teilte mit, dass es in Sonderfällen Ausnahmegenehmigungen auf Antrag geben würde. Derzeit vorliegen würden bereits 15 Anträge, bis dato genehmigt allerdings nur 6 davon.  Die Ausnahmegenehmigungen beziehen sich aber nur auf den Monat Mai, wie Bürgermeister Frank Ulrichs betonte, danach wird es keine Sondergenehmigungen mehr geben. Ebenfalls zustimmen zu allen Anträgen mussten die örtlichen Anlieger.

Große Sorge bereitet allerdings die Baustelle in der Bismarckstraße den Anwohnern. Bereits seit 2012 besteht hier die Baustelle, die zwischenzeitlich still gelegt war. Bei diesem Projekt waren die Anlieger vor Kurzem bei einem Ortstermin keinesfalls gewillt ihr Einverständnis zu erklären und gaben mehrheitlich ihr Veto ab. Die Baustellensituation habe deutliche negative Auswirkungen auf die Buchungen, wie einige Vermieter berichten. Teils sind Einbrüche bis zu 40.000€ zu verbuchen. Durch den Dreck und den Lärm der Baustelle können Fenster und Türen nicht geöffnet werden und an das gemütliche Sitzen auf dem Balkon ist gar nicht erst zu denken. Die Entscheidung in dieser Sache wird voraussichtlich am Donnerstag fallen und alle Anlieger werden dann umgehend informiert.