Deiche in Mitleidenschaft gezogen

Wie sich gezeigt hat und der NLWKN ( Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) bestätigte, richten diverse Tiere wie zum Beispiel Damwild, Wildgänse und vor allem Kaninchen auf den Norderneyer Deichen so einigen Schaden an. Dies ist aber nicht auf die verkürzten Gänsejagdzeiten in Niedersachsen zurückzuführen. Die Gänse und andere Tiere üben auf die Grasnarbe Fraßdruck aus, welcher die Ausbreitung von Moos begünstigt. Das Moos wurzelt nur sehr flach und daher ist weniger Stabilität vorhanden. Wie der NLWKN berichtete, wird diesem Fraßdruck, der durch die Gänse, aber auch durch das Damwild und die Kaninchen entsteht, entgegengewirkt mit Dünungen, die das neue Wachsen von Gräsern fördern.

Als wohl größtes Problem aus Sicht des Küstenschutzes gelten aber die Kaninchen. Durch die Wühltätigkeit der Nager und ihre unterirdischen Gänge sind die Deiche wesentlich mehr gefährdet und dieses Problem lässt sich nicht so einfach mit Dünungen beheben. Eine unangenehme Folge durch die Wildgänse ist die Fäkalienverschmutzung, die vor allem am Südstrand und am Grohdepolder zu beobachten ist.  Auf Grund dieser Verschmutzung ist die Mahd der genannten Deichabschnitte nicht für den Verkauf geeignet.