Reederei und N-Ports gegen Vorhaben der Stadt

Die Stadt Norden hatte so einiges vor mit dem Hafen in Norddeich. Unter anderem sollte die komplette Abwicklung des Fährverkehrs geändert werden und die Schiffe sowohl nach Juist, wie auch nach Nordeney, sollten nur noch an der Ostmole an- bzw. ablegen. Die Westmole, an der aktuell und auch in Zukunft die Schiffe nach Juist ablegen und auch wieder anlegen, sollte touristisch erschlossen werden. So war es geplant! Doch das Oberverwaltungsgericht Lüneburg erklärte den Bebauungsplan 92 der Stadt Norden für nichtig, denn die AG Reederei Norden-Frisia und N-Ports Niedersachsen hatten vor Gericht gegen das Vorhaben der Stadt geklagt. Man bezweifle, dass die Stadt Norden Befugnis habe, den Landeshafen Norddeich einfach zu überplanen auf Berufung des Vorranges überörtlicher Planungen. Außerdem sieht die Frisia eine Komplettabwicklung des Fährverkehrs nur über den östlichen Teil der Mole und des Molenkopfes für schlicht unmöglich. Solch eine unbedachte Handlung würde die Sicherheit im Schiffsverkehr erheblich gefährden und verschlechtere zudem noch die derzeit sowieso schwierige Situation der Anbindung bezüglich Norderney und Juist.

Wie die Pressesprecherin von N-Ports, Dörte Schmidt, mitteilte, habe das Urteil des Gerichts Klarheit verschafft, nun müsse man noch auf die Urteilsbegründung warten, die schriftlich vom Gericht kommt, danach werde alles genauestens geprüft. Man sei sehr bestrebt, eine gemeinsame Lösung mit der Stadt und der Frisia zu finden.