Erneut Probleme beim Fährverkehr

Es ist wieder soweit! Nachdem in diesem Frühjahr eine große Baggermaßnahme im Fahrwasser nach Norderney stattgefunden hatte, ist die Lage nun wiederholt an einigen Stellen kritisch. Betroffen ist der Bereich im südlichen Busetief, das heißt im Bereich Hafeneinfahrt Norddeich. Als im März endlich mit den Baggerarbeiten begonnen werden konnte, waren nach den langen Verhandlungen mit dem WSA (Wasser- und Schifffahrtamt) und der Reederei Norden-Frisia alle froh, dass die Lage im Fahrwasser sich nun bessern würde. Dies war auch bis Dato der Fall, doch nun treten erneute Probleme auf, die bereits vorhergesehen wurden. Dies konnten die Fahrgäste der 18.15 Uhr- Fähre am vergangenen Samstag live miterleben, denn das Schiff brauchte für seine Überfahrt nach Norderney gut 1,5 Stunden und hatte sich mehrmals fast im Sand festgefahren. Frisia-Fahrdienstleiter und Prokuriest Heiko Knieper betonte, dass das Fahrwasser an besagter Stelle wesentlich flacher und schmaler geworden sei und so wiedermals ein Engpass für die Fähren entstehe. Demzufolge gäbe es in kommender Zeit abermals Einschränkungen im Fährverkehr, teilweise muss sogar mit Ausfällen gerechnet werden. Ebenfalls werde es Überfahrten geben, auf denen eine PKW-Beförderung nicht möglich sei. Als kleines Trostpflaster bietet die Frisia aber einen Service an, in dem der Wagen bereits vor der eigentlichen Reisezeit auf die Fähre von Norderney nach Norddeich gestellt werden kann und vom Frisia-Personal zu den Garagen gebracht wird, wo die Gäste diesen dann später abholen können.

Es gibt aktuell neue Verhandlungsgespräche mit dem WSA und der Frisia bezüglich neuer Maßnahmen, doch mal wolle die kommende Winter- und Sturmsaison abwarten, bis es zu einer möglichen neuen Baggermaßnahme kommt, denn die Gefahr, dass das Fahrwasser bei der nächsten Sturmflut wieder zufallen, sei einfach zu groß und kostenintensiv.