Gesundheitsamt schließt 4-Sterne-Plus-Hotel

In einer leider sehr unangenehmen Situation befindet sich momentan der Geschäftsführer des Hotels Georgshöhe, Karl-Hans Sigges. Er musste seinen zahlreichen Gästen am Sonntagabend mitteilen, dass diese ihre Zimmer zu räumen hätten. Ebenso wurden Gäste informiert, die in nächster Zeit anreisen wollten, dass dies in der aktuellen Situation nicht möglich sei. Ende Januar hatte sich ein Gast mit Legionellen infiziert! Nach Prüfung wurde die Schließung des Hotels durch das Gesundheitsamt erlassen und alle 220  Gäste waren aufgefordert kurzfristig ihre Zimmer zu verlassen. Ganz zum Entsetzen des Hoteliers, denn bereits im November stand das Hotel mit einer Legionellenbelastung in Zusammenhang. Daraufhin war alles penibel desinfiziert worden, aber Legionellen sind ein heikles Thema. Sie sind vorwiegend in warmem Süsswasser zu finden und können sich über Whirlpoools, Klimaanlagen oder Duschen verbreiten. Bei einer möglichen Infektion können leichte bis hin zu lebensbedrohliche Symptome auftreten. Die schlimmste Form wäre das Auslösen der Legionärskrankheit durch die Bakterien, bei der es sich um eine lebensbedrohliche Lungenentzündung handelt, die mit Husten, Schüttelfrost und hohem Fieber einhergeht.

georgshoehe

Nachdem das Hotel nun vorerst leer steht, erwartet man zum kommenden Montag die Ergebnisse der Proben, die das Gesundheitsamt genommen hat. Je nachdem wie lange das Hotel nun geschlossen bleiben würde, werden natürlich auch die Ausfallkosten für den Betreiber steigen.  Man rechne mit Summen in siebenstelliger Höhe, wie Sigge mitteilte. Hinzu käme noch, dass das Hotel vor etwa 4 Jahren komplett kernsaniert und renoviert wurde. Damals wurde eine Summe von 25 Millionen Euro in die „Georgshöhe“ investiert! In Angesicht der Tatsachen kann eine längere Schließung tatsächlich existenzbedrohend werden.