Segelyacht in prikärer Lage

Am vergangenen Montag ging von der Segelyacht eines niederländischen Ehepaares ein Notruf ein, dass deren Segelyacht sich in einer kritischen Situation im Bereich zwischen Juist und Norderney befünde. Ihre Yacht war beim Anlaufen des Seegatts, welches den Bereich zwischen den Inseln darstellt, abseits des Fahrwassers aufgelaufen und in die Brandungszone der Sandbänke geraten. Da es eine Dünung von bis zu eineinhalb Metern gab, wurde die Yacht immer wieder kräftig auf die Sandbank geworfen.

Der Seenotrettungskreuzer Bernhard Gruben lief samt Tochterboot umgehend aus, um dem Havaristen aus dieser extrem gefährlichen Situation zu helfen. Dort angekommen, wurde vom Tochterboot eine Leine zur Yacht gelegt und die Bernhard Gruben zog die 12 Meter lange Segelyacht zunächst in tieferes Gewässer und dann nach Norderney. Hier sollte das Boot nun auf eventuelle Schäden untersucht werden. Die Besatzung ist zum Glück mit dem Schrecken davon gekommen.

Der Bereich des Seegatts zwischen Juist und Norderney gilt als extrem anspruchsvoll, auch unter erfahrenen Seglern. Immer wieder ändert sich dort das Fahrwasser durch die natürlichen Prozesse, die im Meer statt finden und durch die hohe Bewegung an dieser Stelle umso mehr. Da die Fahrwasser an gefährlichen Sandbänken entlang führen, sollte man sich unbedingt vorab aktuelle Infos zur Lage einholen.