Greenpeace mit der „Beluga II“ vor Norderney

Am vergangenen Dienstag und Mittwoch war das Greenpeace-Schiff „Beluga II“ mit ihrer 4-köpfigen Schiffsbesatzung und 8 ehrenamtlichen Greenpeace-Mitgliedern vor der Insel. Norderney wurde als erstes Ziel der aktuellen Kampagne „#Wellemachen – für den Schutz der Meere“ angesteuert und die Beluga II war für Interessierte zugänglich und man konnte die Brücke und Messe besuchen. Entsprechend großer Andrang herrschte während der Besichtigungszeiten am Vor- und Nachmittag und die Besucher wurden in 12er- Gruppen auf dem  Schiff geführt.

Greenpeace informiert in dieser Umweltschutz-Aktion über die Problematik der im Wattenmeer geplanten Probebohrungen des Ölkonzerns Dea. Selbst bei Erkundungsbohrungen kann Öl ins Meer gelangen und dies kann verheerende Folgen haben. Bereits kleine Mengen Öl können den Tod für viele Bewohner im und am Meer bedeuten. Im Jahr 1998 zum Beispiel verendeten qualvoll 16.000 Seevögel nach der Havarie des Frachters „Pallas“ vor Amrum, der ’nur‘ 100 Tonnen Öl verloren hatte. Der Ölkonzern Dea fördert aktuell bereits jährlich 1,4 Millionen Tonnen Öl mit der  Mittelplate im Watt. Seit dem Jahr 1987 zieht Dea hier in dem größten deutschen Ölfeld ihr Öl.

Die Besucher hatten die Möglichkeit, während der Aktion Protestkarten zu unterzeichnen, die an die grünen Umweltminister Wenzel und Habeck weitergeleitet werden sollen.