Unstimmigkeiten in der Moltkestraße

In der Moltkestraße auf Norderney liegt derzeit einiges im Argen. Der Vermieter des Gebäudes mit seinen Wohnungen ist aktuell eine haftungsbeschränkte Unternehmergesellschaft, die in Kontakt zu einem Münchener Rechtsanwalt steht. Vor einiger Zeit wurde den Bewohnern eine Kündigung für ihre in dem Haus bewohnten Wohnungen ausgesprochen, mit der Begründung umfassender Sanierungsarbeiten in und an dem Gebäude. Von den insgesamt elf Mietparteien sind bereits zehn ausgezogen, eine Bewohnerin allerdings hat ihr Zuhause noch nicht verlassen und bewohnt weiterhin mit ihrer kranken Tochter ihre Wohnung in der Moltkestraße 9. Die Tochter der Frau ist zunehmend bewegungsunfähig und in Zukunft mehr und mehr auf einen Rollstuhl angewiesen.

Wie bekannt wurde, liegt für die geplanten Arbeiten an dem Haus keine Baugenehmigung vor. Laut Bauamt würden die Planungsabsichten nicht dem Bebauungsplan entsprechen, außerdem würde es eine Veränderungssprerre in dem Bereich geben. Weiter wurde dem Hauseigentümer mitgeteilt, dass der Wohnraum in Form von Dauermietwohnungen auch in Zukunft erhalten werden muss, was eine entsprechende  Erhaltungssatzung vorschreibt. Auch ist vorgeschrieben, dass Mieteinheiten und Wohnfläche in aktueller Form aufgrund des Milieuschutzes erhalten bleiben müssen. Wie das Bauamt mitteilte, sei aber für Sanierungsarbeiten nicht unbedingt eine Baugenehmigung notwendig.

Die Mieterin, die aktuell noch in der Moltkestraße 9 wohnt, hätte eigentlich, laut Kündigungsfrist, ihre Wohnung zum 30. September verlassen haben müssen. Allerdings war bislang auf dem freien Wohnungsmarkt Norderney keine passende Wohnung für sie und ihre Tochter zu finden.